Was Pionierunternehmen im Umgang mit AI anders machen.

Die meisten von uns tun es. Manchmal wird ganz offen darüber gesprochen und dann wieder lieber hinter verschlossenen Türen damit gearbeitet. Egal ob ChatGPT, Gemini, Claude, NotebookLM, Midjourney, Nano Banana, usw… wir nutzen heute AI (in den meisten Fällen «Generative AI») quer durch unseren (Arbeits-) Alltag.

In den letzten Jahren wurde sehr viel experimentiert, und wird es natürlich nach wie vor. Wir versuchen herauszufinden, wo wir diese «neue» Generation von intelligenten Werkzeugen anwenden können, wo sie uns schneller machen und wo wir daraus Mehrwerte für andere Menschen & Organisationen schaffen können.

Fast jede Woche tauchen in den Weiten des Internets neue verblüffende Modelle, Werkzeuge, Forschungsergebnisse und Ankündigungen auf, die die Zukunft unserer Wirtschaft noch weiter disruptieren können (und vermutlich auch werden). Genau da wird es aber spannend.

Was geschieht in den Unternehmen?

In vielen Fällen wird auch da experimentiert. So werden beispielsweise…

  • grossflächlig ChatGPT-Lizenzen ausgerollt (aufgrund der einfacheren Data Residency hierzulande häufig Enterprise)

  • mehr oder weniger intelligente Chatbots in der Kundeninteraktion installiert

  • in bereits lizensierten Tool-Suiten AI-Module zugekauft (z.B. Copilot)

Diese Massnahmen sind sinnvoll – sie bleiben jedoch meist operativ und punktuell. Oftmals steckt dahinter heute jedoch keine strategische Entscheidung einer Geschäftsleitung oder eines Verwaltungsrats, gezielt Effizienzsteigerungen herbeizuführen oder neue Wege zu erproberen, die zur Erneuerung des Geschäftsmodells verwendet werden können.

Vielmehr steckt dahinter Druck aus dem Markt, eventuell eine wichtige Welle technologischer Entwickung zu verpassen, den Megatrend der Dekade nicht korrekt eingeschätzt zu haben oder neuer Anforderungen von Mitarbeitenden nicht mehr gerecht werden zu können.

⚠️ Das ist nicht schlecht, wichtig ist, sich auf den Weg zu begeben! Einen richtigen Vorsprung im Rennen um Kunden, Partner oder Mitarbeitende gewinnt man damit jedoch meist nicht (mehr).

Was tun die Pioniere?

Unternehmen mit Pioniergeist etablieren heute das Verständnis des AI-Potenzials (nicht nur durch Generative AI) Schritt für Schritt in den Köpfen von GL/VR und führen die notwendigen, strategischen Entscheide herbei.

Warum? Um Investitionen freizusetzen, gezielt Wissen aufzubauen, eine Lernkultur zu entwickeln und Erfahrungen damit zu sammeln, welche technologischen Bausteine tatsächlich Teil neuer Wachstumskurven sein können.

Dadurch entsteht schrittweise Vertrauen in die Technologie – die Voraussetzung, um zentrale Prozesse bewusst an intelligente Systeme zu übergeben.

Was heisst das konkret?

  1. Die strategische Betrachtung von AI wird als Sache der Führung betrachtet, nicht alleinig als IT- oder Innovationsprojekt.

  2. Diskutieren von Verantwortlichkeiten: Wer haftet? Wer entscheidet?

  3. Am Startpunkt wird klar in Verständnis anstelle von Skalierung investiert, da man verstanden hat, dass dies die Voraussetzung für Tempo ist.

  4. Fokus auf die Wertschöpfung legen – nicht auf isolierte Use-Cases:

    • Weniger «Wo könnte man Tool X einsetzen?»

    • Mehr «Wo haben wir hohe Kosten/Friktionen oder Blindspots?»

  5. Ernsterhafter Aufbau und Investition in Kompetenz im Bereich AI. Und zwar mit kleinen, schlagkräftigen Teams und nicht breit ausgerollten «Champion»-Programmen im gesamten Unternehmen.

  6. Selektive Umsetzung statt flächendeckendem Umbau: Kundenschnittstellen, in denen Vertrauen und Beziehung entscheidend sind, müssen nicht zwingend technologisch ersetzt werden. Kontexten, in denen Muster und hohe Wiederholungen & Volumen zusammenfällt, sind jedoch prädestiniert.

Zum Schluss ist jedoch nicht der Einsatz der Technologie, hohes Budget oder extreme Geschwindigkeit relevant – vielmehr geht es wieder einmal um eine Mindset-Frage:

Sind wir bereit, die Art und Weise, wie Entscheidungen heute getroffen werden, ernsthaft zu hinterfragen? Was wäre heute der richtige Schritt, wenn wir im gleichen Unternehmenskontext auf der grünen Wiese starten würde?

Sirik Loosman, Growth Builder bei Red Heights
 

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